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Handelsbilanz
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Die Handelsbilanz betrifft in der Volkswirtschaftslehre und konkret in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung den AuĂenhandel, also den grenzĂźberschreitenden Export und Import von GĂźtern eines Staates innerhalb einer bestimmten Rechnungsperiode. Dienstleistungen werden entsprechend in der Dienstleistungsbilanz erfasst. Sie ist eine wertmäĂige GegenĂźberstellung aller Importe (Einfuhren) und Exporte (Ausfuhren) einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums und wird daher auch AuĂenhandelsbilanz, Warenbilanz oder Warenhandelsbilanz genannt. Aus der Handelsbilanz eines Landes ergeben sich bei deren Ungleichgewicht Zahlungsforderungen bzw. -verpflichtungen an das Ausland (HandelsbilanzĂźberschuss bzw. Handelsbilanzdefizit genannt).
Die Handelsbilanz steht an oberster Stelle in der Leistungsbilanz und wird als deren wichtigste Unterbilanz angesehen. Als Teil der Leistungsbilanz â und somit auch Teil der Zahlungsbilanz â bietet sie eine wichtige Grundlage fĂźr wirtschaftspolitische Entscheidungen und MaĂnahmen.
Contents
⢠Geschichte
⢠Systematik
⢠Erstellung
⢠Deutschland
⢠Ăsterreich
⢠Schweiz
⢠Asymmetrien
⢠Partnerland
⢠Bewertung
⢠Methodik
⢠Einflßsse
⢠VerzÜgerungen
⢠Beispiele
⢠Abgrenzung
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Erste wissenschaftliche Ansätze fand der Begriff der Handelsbilanz bereits im 17. Jahrhundert unter der Lehre des Merkantilismus. Besonderes Augenmerk wurde in dieser Zeit auf die Ansammlung von Edelmetallen und Geld gelegt. Weniger das Volumen dieser Zahlungsmittel, als vielmehr der aktive Umgang mit und deren Einsatz im AuĂenhandel wurden studiert und diskutiert. Der Handel wurde als Ursprung des Volkswohlstandes verstanden, womit der Handelsbilanz im Zeitverlauf eine stetig wachsende Aufmerksamkeit zukam. Besonders die SchriftstĂźcke des englischen Kaufmanns Thomas Mun werden in diesem Zusammenhang gerne zitiert.
Systematik
Die einzelnen Teilbilanzen der Zahlungsbilanz erfassen die Transaktionen wie folgt:cite-ref-1[1]
| Art der Bilanz | Aktivseite | Passivseite |
|---|---|---|
| Handelsbilanz | Exporte | Importe |
| Kapitalbilanz | Kapitalimporte | Kapitalexporte |
| Devisenbilanz | Verminderung der Währungsreserven bei der Zentralbank | ErhÜhung der Währungsreserven bei der Zentralbank |
| Ăbertragungsbilanz | Ăbertragungen aus dem Ausland | Ăbertragungen an das Ausland |
Die Handelsbilanz ist stets durch Gegenbuchung mit einer anderen Teilbilanz verbunden. So fĂźhrt beispielsweise der Export einer Maschine in das Ausland zu einer Einnahme (ExporterlĂśs), die in der Devisenbilanz erscheint. Als empfangene Zahlung wird der Export auf der Aktivseite der Devisenbilanz und der Passivseite der Handelsbilanz verbucht.cite-ref-2[2]
Aufbau und Formen der Handelsbilanz
Die vorwiegend in Staffelform dargestellte Handelsbilanz gliedert sich in Soll und Haben. Auf der Sollseite werden die Warenexporte, auf der Habenseite die Warenimporte wertmäĂig erfasst. Die VerĂśffentlichung erfolgt nach General-/Spezialhandel, die Gliederung primär nach Warengruppen (z. B. Nahrungsmittel, Rohstoffe, Fertigwaren) oder Ländern bzw. Regionen und ist als Monats- oder Jahresnachweis verfĂźgbar.cite-ref-infoblattau-enhandel-3-0[3] Die Handelsbilanz kann grundsätzlich drei Formen aufweisen: Ausgeglichene, positive oder negative Handelsbilanz.
Ausgeglichene Handelsbilanz
Es gilt:
E x p o r t = I m p o r t {\displaystyle Export=Import} .
Entsprechen die Exporte wertmäĂig genau den Importen, so spricht man von einer ausgeglichenen Handelsbilanz. Aufgrund des meist regen Warenverkehrs der Länder ist ein solches Gleichgewicht jedoch hĂśchst unwahrscheinlich, denn es gibt bei Staaten bestimmte Schwerpunkte nach Exportorientierung (Exportweltmeister) oder Importorientierung.
Positive Handelsbilanz
Es gilt:
E x p o r t > I m p o r t {\displaystyle Export>Import} .
Ăbersteigt die Summe der Ausfuhren (Warenexporte) die Summe der Einfuhren (Warenimporte), so ergibt sich eine aktive bzw. positive Handelsbilanz. Dieser Zustand wird auch als HandelsbilanzĂźberschuss bezeichnet. Liegen die Export-Einnahmen Ăźber den Import-Ausgaben, so entsteht ein Habensaldo. Dieser geht in die staffelfĂśrmige Zahlungsbilanz mit einem positiven Vorzeichen ein. Ein HandelsbilanzĂźberschuss fĂźhrt in Zusammenhang mit der Leistungsbilanz zu einem Kapitalexport. Dieser wird auch als positiver Nettoexport bezeichnet. Die volkswirtschaftlichen Effekte sind im Abschnitt volkswirtschaftliche Effekte: HandelsbilanzĂźberschuss beschrieben.
Negative Handelsbilanz
Es gilt:
E x p o r t < I m p o r t {\displaystyle Export<Import} .
Im umgekehrten Fall, also wenn die Importe die Exporte Ăźbersteigen, spricht man von einer passiven oder negativen Handelsbilanz bzw. einem Handelsbilanzdefizit. Der entstandene Sollsaldo geht dann mit einem negativen Vorzeichen in die Zahlungsbilanz ein. Die Import-Ausgaben sind hier hĂśher als die Export-Einnahmen. Ein Handelsbilanzdefizit entspricht einem Kapitalimport, welcher auch als negativer Nettoexport bezeichnet wird.
Erstellung
Deutschland
Die Handelsbilanz wird vom Statistischen Bundesamt errechnet. Sie stellt die Differenz zwischen den Exporten und den Importen eines Landes dar. Die AuĂenhandelsbilanz (auch AuĂenhandelssaldo, Export- bzw. ImportĂźberschuss genannt) flieĂt in die Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank ein. Im Rahmen der Zahlungsbilanzstatistik errechnet die Deutsche Bundesbank aus dem AuĂenhandel den sogenannten âWarenhandelâ. Der Warenhandel nach der Methodik der Zahlungsbilanzstatistik setzt sich zusammen aus der Summe des AuĂenhandels (in der Abgrenzung der amtlichen AuĂenhandelsstatistik), der Ergänzungen zum AuĂenhandel sowie der Nettoausfuhr von Waren im Transithandel und der Aus- und Einfuhr von Nichtwährungsgold.
Die Position âErgänzungen zum AuĂenhandelâ dient der rechnerischen Ăberleitung vom AuĂenhandels- zum Zahlungsbilanzkonzept. Während die AuĂenhandelsstatistik, wie oben beschrieben, auf dem GrenzĂźbergangskonzept beruht, ist fĂźr die Zahlungsbilanz der EigentumsĂźbergang zwischen Inländern und Ausländern maĂgeblich. Die Ergänzungen zum AuĂenhandel enthalten sowohl Zusetzungen als auch Absetzungen zum AuĂenhandel. WarenstrĂśme, die in der AuĂenhandelsstatistik berĂźcksichtigt werden, in der Zahlungsbilanz jedoch nicht, fĂźhren zu Absetzungen vom AuĂenhandel. Dazu gehĂśren beispielsweise Warenbewegungen in Verbindung mit Lohnveredelungsleistungen. Entsprechend mĂźssen Zusetzungen zum AuĂenhandel vorgenommen werden, sofern der Eigentumswechsel zwischen deutschem Händler und dem Ausländer nicht zu einem GrenzĂźbertritt gefĂźhrt hat. Die Ergänzungen zum AuĂenhandel ergeben sich aus dem Saldo der Zu- und Absetzungen zum AuĂenhandel.
Des Weiteren wird der Warenwert in der AuĂenhandelsstatistik an der deutschen Grenze (Ausfuhr: FOB-Preis, Einfuhr: CIF-Preis) bewertet, während Waren in der Zahlungsbilanz mit ihrem Wert an der Grenze des exportierenden Landes (Ausfuhr: FOB-Preis, Einfuhr: CIF-Preis) ausgewiesen werden. Daher mĂźssen die im Einfuhrwert der AuĂenhandelsstatistik enthaltenen Transport- und Versicherungskosten (cif-Kosten der Einfuhr) abgesetzt und im Falle eines ausländischen Transporteurs den entsprechenden Dienstleistungspositionen zugeordnet werden.cite-ref-4[4]
Ăsterreich
Die in Ăsterreich zumeist als AuĂenhandelsstatistik bezeichnete Handelsbilanz wird von der Statistik Austria (Bundesanstalt Statistik Ăsterreich) erstellt und verĂśffentlicht und wird im Rahmen der Zahlungsbilanz auch in den Publikationen der Ăsterreichischen Nationalbank präsentiert. Ebenso wie in Deutschland erfolgt die Ăśsterreichische Datenerhebung nach zwei Methoden in drei Bausteinen (Ex-/Intrastat und Korrektur). In der Extrastat erfasst die Statistik Austria den Warenverkehr mit Drittländern. Die Erhebung erfolgt durch Meldung der ZollbehĂśrden. WarenstrĂśme innerhalb der EU werden in der Intrastat gelistet. Die Ermittlung erfolgt Ăźber die Direkterhebung bei Unternehmen, welche â abhängig vom Schwellenwertcite-ref-5[5] â zum Einreichen detaillierter Monatsmeldungen verpflichtet sind.
Die Korrektur erfolgt (aus nationaler Sicht) auch hier in Bezug auf indirekte Ein- und Ausfuhren (Transithandel), Ausschluss der Lohnveredelungen und Zurechnung von Währungsgold. Die Darstellung der Handelsbilanz erfolgt nach Spezialhandel.cite-ref-6[6]
Schweiz
Obwohl die Schweiz in Mitteleuropa liegt und von vier Euroländern eingeschlossen wird, ist sie kein Mitglied der Europäischen Union. Die Schweiz fßhrt daher auch nicht zwei Handelsstatistiken (Intra-/Extrahandel), sondern bezieht all ihre Daten fßr die Handelsbilanz von den Zollanmeldungen. Es wird das Spezialhandelskonzept verfolgt, welches alle Waren ab einem Wert von 1000 Schweizer Franken (CHF) und ßber 1000 kg (m/l/Stßck) erfasst. Eingeschlossen ist der Veredelungsverkehr, jedoch nicht der Transit- und Lagerverkehr. Das Schweizer Erhebungsgebiet umfasst nicht nur das Schweizer Territorium mit Ausnahme der Talschaften Samnaun und Sampuoir, sondern auch das Fßrstentum Liechtenstein und die deutsche Exklave Bßsingen.cite-ref-7[7]
Asymmetrien
Die Handelsbilanzen zweier Länder kÜnnen aufgrund unterschiedlicher Erfassungs- und Bewertungsmethoden voneinander abweichen. So entsprechen die deutschen Exportwerte in die USA selten den Importwerten der USA aus Deutschland. Diese Differenzen beruhen auf unterschiedlichen Ursachen und kÜnnen mit zunehmender Entfernung und Detaillierungsniveau der Untersuchungsländer ansteigen.cite-ref-infoblattau-enhandel-3-1[3]
Partnerland
Unterschiedliche Partnerlandangaben sind eine der häufigsten und wichtigsten Ursachen fßr Spiegelbilddifferenzen. Bei den Exporten ist als Partnerland generell das letzte Bestimmungsland anzugeben, in dem die Ware ge- oder verbraucht bzw. be- oder verarbeitet wird. Bei Importen weist die deutsche Statistik grundsätzlich das Ursprungsland der Ware nach, in dem diese vollständig gewonnen oder hergestellt wurde. Erhoben wird auch das Versendungsland, also das Land, von dem aus die Ware direkt nach Deutschland geliefert wurde und das sich vom Ursprungsland unterscheiden kann.
Bei einem Vergleich der AuĂenhandelsdaten zweier Länder ist es wichtig, die Abgrenzung der Partnerländer zu beachten. So kann ein Vergleich zwischen den Exporten und den Importen zweier Länder unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob bei den Importen die Zahlen nach dem Ursprungs- oder dem Versendungslandkonzept zum Abgleich herangezogen werden. Der âRotterdam-Effektâ: Eine Ware aus den USA wird an der AuĂengrenze der Europäischen Union (EU) in den Niederlanden in den zollrechtlich freien Verkehr der EU ĂźberfĂźhrt und dann nach Deutschland geliefert. In diesem Fall erfassen die Niederlande neben einem Import aus den USA eine Intra-EU-Versendung nach Deutschland, während Deutschland gemäà dem Ursprungslandkonzept die Einfuhr einer Ware aus den USA mit Versendungsland Niederlande meldet. Vergleichbar sind die AuĂenhandelsergebnisse der Niederlande und Deutschlands in diesem Fall nur dann, wenn die deutschen Importe nach dem Versendungslandkonzept verwendet werden. Daher wird vom sog. âRotterdam-Effektâ gesprochen, wenn die Einfuhr, etwa von exotischen FrĂźchten, nach dem Versendungsland Niederlande dargestellt wird. Spiegelbildliche Differenzen entstehen auch, wenn der Exporteur zum Zeitpunkt seiner Meldung nicht weiĂ, fĂźr welches Land die Ware letztendlich bestimmt ist und daher ein vorläufiges Bestimmungsland angibt. Dieses ist dann in den Ausfuhrdaten enthalten, während dem EinfĂźhrer im endgĂźltigen Bestimmungsland das Ursprungsland bekannt ist und dies entsprechend in der nationalen Statistik nachgewiesen wird.
Eine Art âRotterdam-Effektâ (indirekte Ausfuhr) kann auch auftreten, wenn etwa ein deutsches Unternehmen Waren an einen Kunden in den USA verkauft, die zunächst von Deutschland nach Rotterdam (Niederlande) verbracht und von dort verschifft werden. Werden diese Waren erst in Rotterdam in das EU-Ausfuhrverfahren ĂźberfĂźhrt, ist zunächst in Deutschland eine Intrastatmeldung fĂźr den Intra-EU-Export in die Niederlande und dort eine Intra-EU-Importmeldung abzugeben, da die statistische Erfassung der Ausfuhr in das Drittland erst in den Niederlanden erfolgt. Dabei kĂśnnen im Rahmen der Erfassung des AuĂenhandels zwischen Deutschland und den USA Differenzen auftreten. Beginnt hingegen das EU-Ausfuhrverfahren bereits in Deutschland durch die Abgabe der Ausfuhranmeldung beim deutschen Zoll, was den Regelfall darstellt, so entfällt die Intrastat-Meldung und das Risiko diesbezĂźglicher Spiegeldifferenzen tritt nicht auf.cite-ref-infoblattau-enhandel-3-2[3]
Bewertung
Zur Bewertung der Ein- und Ausfuhren werden die Incoterms FOB und CIF verwendet.
englisch free on board (FOB)
erfasst den Warenwert frei Zollgrenze des exportierenden Landes. Das ist der Warenpreis ab Werk, inklusive der bis zur Zollgrenze des Exportlandes angefallenen Transport-, Versicherungs- und Verladekosten.
englisch cost, insurance, freight (CIF)
Der CIF-Preis erfasst zusätzlich zu FOB noch die Transport- und Versicherungskosten zwischen den Zollgrenzen des Export- und des Importlandes.
AuĂenhandelsstatistik
Der Statistische Wert ist immer wieder Ursache fĂźr Differenzen bei Spiegelbildvergleichen. Entsprechend den internationalen Standards wird als Warenwert der GrenzĂźbergangswert (Statistischer Wert) zu Grunde gelegt. In den meisten Ländern werden, wie in der Europäischen Union (EU), Einfuhren als âCost-Insurance-Freight-Wertâ (CIF; Warenwert an der deutschen AuĂengrenze, inkl. der Transportkosten vom Ursprungsland bis dorthin) und Ausfuhren mit dem âFree-on-Board-Wertâ (FOB; Warenwert an der deutschen AuĂengrenze inklusive der Transportkosten bis dorthin) erfasst. Die dadurch entstehenden spiegelbildlichen Wertdifferenzen entsprechen etwa den jeweils angefallenen Transport- und Versicherungskosten und werden umso grĂśĂer, je weiter das Partnerland von Deutschland entfernt ist.
Leistungsbilanz
Hinsichtlich der Bewertungsarten muss hierbei zwischen Monatsversion und Jahresversion unterschieden werden.
Exporte werden in Deutschland grundsätzlich zu FOB bewertet, wohingegen die Importe je nach Darstellungsart zu FOB (Jahresversion) oder CIF-Werten (Monatsversion) erfasst werden. Dies fßhrt in der Monatsversion dazu, dass im länderßbergreifenden Handelsbilanzvergleich der Exportwert von Land A nicht dem Importwert von Land B entspricht. Um diese Diskrepanz zu umgehen und gemäà den Regeln des Internationalen Währungsfonds, weist die Deutsche Bundesbank im Jahresnachweis sowohl die Ein- als auch die Ausfuhrwerte zu FOB aus.
Ebenso verfährt die Ăsterreichische Nationalbank bei der jährlichen Erstellung der Ăśsterreichischen Zahlungsbilanz. Diese wird einer aggregierten Berechnung unterzogen und Importe wie in Deutschland zu FOB ausgewiesen. In der AuĂenhandelsstatistik der STATISTIK AUSTRIA werden die Exporte zu FOB und Importe immer zu CIF dargestellt und weder in den Monats- noch in den Jahresberichten korrigiert. Hierdurch entstehen Asymmetrien zwischen der Handelsbilanz nach der Ăsterreichischen Nationalbank und der STATISTIK AUSTRIA. In der Schweiz werden Exporte zu FOB und Importe zu CIF ausgewiesen.
Dies fĂźhrt dazu, dass die Transport- und Versicherungskosten zwischen den Zollgrenzen nicht immer in der Jahresversion der Handelsbilanz auftauchen, sondern je nach Darstellungsart der Dienstleistungsbilanz zugeordnet und als ausländische Dienstleistung betrachtet werden. Zwar bedeutet dies â aufgrund der oft schwierigen Informationsbeschaffung der genauen Kosten â einen grĂśĂeren Aufwand, ermĂśglicht aber zugleich auch einen besseren internationalen Vergleich. Der Saldo der Handelsbilanz â wie auch der Dienstleistungsbilanz â und deren Vergleichbarkeit, ist demnach davon abhängig, welche Bewertungsverfahren herangezogen werden und wie weit die Partnerländer voneinander entfernt sind. Der Saldo der Leistungsbilanz wird hingegen nicht beeinflusst. Bei der Bewertung der Waren entstehen allerdings auch Differenzen hinsichtlich der Zoll- und Steuererfassung sowie der Umrechnungsmethoden fĂźr Währungen. Die Verbuchung der Warenwerte erfolgt innerhalb der EU, einschlieĂlich Schweiz, ohne ZĂślle und Steuern; Währungen werden in Deutschland zum Wechselkurs des Meldezeitpunkts umgerechnet, die Schweiz bewertet die Waren zum Devisenverkaufskurs des Deklarationsvortags.
Zeitliche Zuordnung
Aufgrund von Transportzeiten oder auch verzĂśgerten Meldungen kann es vorkommen, dass ein AuĂenhandelsgeschäft in den beteiligten Ländern unterschiedlichen Berichtszeiträumen, auch Jahren, zugeordnet wird. Des Weiteren kĂśnnen abweichende Aktualisierungs- und Revisionszyklen in den beteiligten Ländern zu Differenzen in den unterjährigen AuĂenhandelsergebnissen fĂźhren.
Methodik
FĂźr die Behandlung von âbesonderen Warenbewegungenâ ist beispielsweise in der EU festgelegt, dass bei Schiffen und Flugzeugen nicht der GrenzĂźbertritt der AnknĂźpfungspunkt fĂźr den Ex- oder Import ist, sondern der Wechsel des Ăśkonomischen Eigentums zwischen einer in Deutschland und einer im Ausland ansässigen natĂźrlichen oder juristischen Person (Unternehmen). Dies kann in Partnerländern auĂerhalb der EU anders geregelt sein. FĂźr elektrischen Strom, dessen âWarenbewegungâ nur schwer zu erfassen ist, gibt es mĂśglicherweise ebenfalls unterschiedliche Erhebungsverfahren. Dies gilt gegebenenfalls auch fĂźr die Erfassung des Handels mit Lizenzen oder Abfällen.
In der EU wird nur Standardsoftware als Ware in der AuĂenhandelsstatistik berĂźcksichtigt, während speziell fĂźr einen Kundenbedarf erstellte Software als Dienstleistung zählt und daher nicht in die AuĂenhandelsstatistik eingeht. Diese Behandlung von Software kann in Drittländern von der in der EU angewandten Methodik abweichen.
MĂśglicherweise sind bestimmte Warenbewegungen (z. B. Reparaturen) anders als in Deutschland im Partnerland nicht von der statistischen Meldung befreit.
Das Intrastat-System beruht auf einem Schwellensystem, durch das der grĂśĂte Teil der Intrahandel betreibenden europäischen Unternehmen (vor allem kleinere und mittlere Unternehmen) von der Meldepflicht zur Intrahandelsstatistik befreit sind. Die Abdeckung des Handels nach Anwendung der Schwellen kann je nach Mitgliedstaat und Handelsrichtung unterschiedlich sein. Hinzu kommt, dass Ăźblicherweise die Versendungszahlen eines Landes Ăźber den spiegelbildlichen Eingangszahlen des Partnerlandes liegen. Dies lässt sich mit der unterschiedlichen Unternehmensstruktur auf der Import- und der Exportseite erklären. So stehen wenigen groĂen Unternehmen, die eine Ware produzieren und exportieren, in der Regel viele kleinere und mittlere Unternehmen im Importland gegenĂźber, die diese Ware kaufen und importieren. Daraus folgt: Während die Unternehmen des Exportlandes die Schwellengrenze Ăźberschreiten, fallen im Importland kleinere Unternehmen unter die Schwellengrenze und sind damit zur Intrahandelsstatistik nicht meldepflichtig. Auch hierdurch kĂśnnen sich auf Warenebene Spiegeldifferenzen ergeben.cite-ref-infoblattau-enhandel-3-3[3]
Die nach der Verbuchung der Ein- und Ausfuhr entstehenden Asymmetrien und der Handelsbilanzsaldo sind somit nicht unbedingt auf den realen Warenverkehr zurĂźckzufĂźhren. Die oben genannten Ursachen wirken direkt auf die AuĂenhandelsstatistik ein und kĂśnnen diese bis zu einem gewissen Grad verfälschen. Eine zentrale Rolle in der Darstellung des eigentlichen Warenverkehrs spielen zudem die Preise, welche fĂźr die Im- und Exporte verrechnet werden. Im länderĂźbergreifenden Warenaustausch international agierender Unternehmen ist beispielsweise eine Unterbewertung der GĂźter aus steuer- und zollrechtlichen GrĂźnden weit verbreitet. Die sogenannten konzerninternen Verrechnungspreise sind somit nicht repräsentativ fĂźr das eigentliche Waren-Austauschverhältnis zwischen den Ländern. Zudem muss das Verhältnis der Preise von Ex- und ImportgĂźtern sowie die Wechselkurse betrachtet werden. Steht dem Export von 100 hochpreisigen InvestitionsgĂźtern ein Import von 100 gĂźnstigen Rohstoffen gegenĂźber, so entsteht ein Ăberschuss. Dieser ist nicht auf den mengenmäĂigen Verkehr, sondern auf die GĂźterpreise und die Wechselkurse zurĂźckzufĂźhren. In diesem Zusammenhang ist eine Betrachtung der Terms of Trade sinnvoll. Diese zeigen das reale Austauschverhältnis von exportierten und importierten GĂźtern, also die Veränderung der Exportpreise gegenĂźber den Importpreisen.
EinflĂźsse
Der AuĂenhandel eines Landes wird von mehreren Einflussfaktoren bestimmt. Diese treten selten isoliert auf und bedingen sich zudem meist gegenseitig. Sie bewirken und sind Teil eines Kreislaufs, der aufgrund der komplexen volkswirtschaftlichen Mechanismen, selten genau vorhersagbar ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Handelsbilanz dargestellt.
Abhängigkeit des Exportvolumens von:
⢠Ausland: Konjunktur, Realeinkommen, wirtschaftspolitischen MaĂnahmen, ZĂśllen, Importen, Exporten
⢠makroÜkonomischen Schocks (Rohstoffe, Nachfragen etc.)
⢠Gßterpreisen (Inlandswährung)
⢠Wechselkursen
⢠Ex- und Importelastizitäten
⢠inländischen Produktionspotentialen, Geld- und Fiskalpolitik
⢠Handelsabkommen
Abhängigkeit des Importvolumens von:
⢠Ausland: Konjunktur, wirtschaftspolitischen MaĂnahmen, Produktion
⢠makroÜkonomischen Schocks (Rohstoffe, Nachfragen etc.)
⢠Gßterpreisen (Auslandswährung)
⢠Wechselkursen
⢠Ex- und Importelastizitäten
⢠Binnennachfrage
⢠inländischen Produktionspotentialen, Geld- und Fiskalpolitik, BIP, Realeinkommen
⢠ZÜllen und Handelsabkommen
Die Bundesbank bietet fĂźr die deutsche Leistungsbilanz (welche die Handelsbilanz einschlieĂt) eine modellbasierte Zerlegung, welche den näherungsweisen individuellen Einfluss jedes der oben genannten Faktoren auf die deutsche Leistungsbilanz darstellt, also wie stark oder schwach sich welcher Faktor jeweils auf den AuĂenhandel auswirkt.cite-ref-8[8]
Volkswirtschaftliche Effekte
HandelsbilanzĂźberschuss
â
Hauptartikel
:
HandelsbilanzĂźberschuss
Ein steigender und/oder dauerhafter HandelsbilanzĂźberschuss kann fĂźr eine Volkswirtschaft sowohl positive als auch negative Effekte haben. Die durch die hohen Exporte zunehmende inländische Produktion fĂźhrt fĂźr sich genommen zu einem RĂźckgang der Arbeitslosigkeit, wenn denn die GrĂźnde fĂźr den HandelsbilanzĂźberschuss nicht in einer Schwäche des Binnenmarktes liegen. Weiterhin ermĂśglicht es ein Ăberschuss der Exportindustrie, in ihre Produktion und Technologien zu investieren, was wiederum die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes verbessert. Zugleich steigt aber auch die Abhängigkeit des Exportlandes von der Konjunktur und den wirtschaftspolitischen MaĂnahmen seiner Handelspartner.
Folgen einer Währungsabwertung bei flexiblen Wechselkursen
â
Hauptartikel
:
Handelsbilanzdefizit
Angenommen werden zwei Länder oder Wirtschaftsräume, welche unterschiedliche Währungen aufweisen, wie etwa USA und Europa. Weist die Handelsbilanz eines Landes (Euroland) ein Defizit auf, bedeutet dies, dass es dieses Defizit bei seinem Handelspartner (USA) zwischenfinanzieren muss. Dadurch entsteht, neben Zinsverpflichtungen fĂźr dieses Land, ein erhĂśhter Bedarf an ausländischer Währung (Dollar) und ein Ăberangebot der inländischen Währung (Euro). Eine MĂśglichkeit fĂźr Europa sein HB-Defizit auszugleichen ist die Abwertung des Euros. Ein Anstieg des nominalen Wechselkurses (Preisnotierung) hat zur Folge, dass der Preis fĂźr GĂźter aus den USA in Einheiten europäischer GĂźter steigt, im Umkehrschluss, GĂźter aus Europa fĂźr die USA gĂźnstiger werden. VerfĂźgt der Markt nun Ăźber eine hohe Nachfrageelastizität, werden sich die GĂźtermengen kurzfristig mit der Veränderung des Wechselkurses korrigieren (Robinson-Bedingung). Infolgedessen werden die Exporte aus dem Euroraum steigen, da diese fĂźr das Ausland gĂźnstiger geworden sind, und die Importe aufgrund des relativen Preisanstiegs sinken. Ist der Umfang des Exportanstiegs groĂ und der RĂźckgang der Importe stark genug, um die gestiegenen Importpreise zu kompensieren, wird sich die Handelsbilanz im Zuge der Euroabwertung verbessern (Marshall-Lerner-Bedingung).
Nachteile einer Abwertung liegen vor allem im Anstieg des inländischen Preisniveaus sowie dem Export von Rezession und Arbeitslosigkeit ins Nachbarland durch die Aufwertung der ausländischen Währung.
Vorteile kĂśnnten die Verschiebung der AuĂen- und Binnennachfrage hin zu inländischen GĂźtern, eine daraus steigende inländischen Produktion und letztlich ein RĂźckgang der Arbeitslosigkeit, mithin eine positive Auswirkung auf die Binnenkonjunktur sein.
Verfolgt die Regierung neben dem Ausgleich der Handelsbilanz (Ăberschuss oder Defizit) noch weitere Ziele, wie etwa einer Stagnation der inländischen Produktion, wird der zusätzliche Einsatz fiskalpolitischer MaĂnahmen oder von Strukturreformencite-ref-9[9] notwendig. Ebenso kĂśnnen geldpolitische Eingriffe der Zentralbanken wirksame Effekte auf Handelsungleichgewichte und die Konjunktur haben.
VerzĂśgerungen
Die Verbesserung der Handelsbilanz durch eine, wie oben beschriebene, Abwertung des Euros, ist bedingt durch unterschiedliche Reaktionszeiten selten ein sofortiger Prozess. Im AuĂenhandel ist besonders die VerzĂśgerung der Mengenanpassung zu beobachten. Ursachen hierfĂźr sind vertragliche Bindungen der Unternehmen, zeitintensive Suche nach gĂźnstigeren Anbietern und die zeitverzĂśgerte Konsumanpassung. Dies kann zur Folge haben, dass sich die Ausgleichswirkung auf die Handelsbilanz erst nach einer kurzzeitigen Verschlechterung dieser einstellt. Dieser Vorgang wird auch als J-Kurven-Effekt bezeichnet.
Bei einer Aufwertung der Währung hingegen ist ein Spazierstockeffekt durch unterschiedliche Preis- und Mengenreaktionen zu beobachten.
Währungsunion/Europa
Durch den Beitritt zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) und die damit verbundene Verlagerung der nationalen Währungs- und Geldpolitik auf die supranationale Ebene der Europäischen Zentralbank (EZB), ist fßr die einzelnen Länder eine oben beschriebene, individuelle Abwertung der (nationalen) Währung unmÜglich geworden. Zwar bleibt der Euro gegenßber den Ländern, die eine eigene, unabhängige Währung haben, flexibel, nicht aber innerhalb des Euro-Währungsgebiets.
Da sich jegliche MaĂnahmen der EZB immer auf alle Mitgliedsländer der EWWU auswirken, treten besonders dann Konflikte auf, wenn regionale Ungleichgewichte innerhalb der Währungsunion entstehen. Dies zwingt die Länder, aber auch die Europäische Union ihre Ăśkonomischen Anpassungsmechanismen zu modifizieren. Ein Handelsbilanzdefizit lieĂe sich, bei flexiblen Wechselkursen, durch eine Abwertung der Währung oder einer expansiven Geldpolitik womĂśglich ausgleichen und der damit verbundene RĂźckgang der inländischen Produktion, Anstieg der Arbeitslosigkeit, konjunkturelle Abschwung und Trend hin zu einer Rezession abfedern. Durch den Wegfall der Wechselkursgrenzen innerhalb der EWWU bleiben diesen Ländern jedoch nur noch begrenzte staatliche GegenmaĂnahmen um einen wirtschaftlichen Abschwung zu verhindern. Diskutiert werden in diesem Zusammenhang besonders die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des betroffenen Landes, Arbeitskräftemigration sowie eine expansive Fiskalpolitik.cite-ref-10[10]
| Platz | Land | Werte in Mio. US-Dollar |
|---|---|---|
| 1 | China | $ 272.500 |
| 2 | Japan | $ 166.500 |
| 3 | Deutschland | $ 162.300 |
| 4 | Russland | $ 68.850 |
| 5 | Norwegen | $ 60.230 |
| 6 | Saudi-Arabien | $ 52.030 |
| 179 | Griechenland | $ â17.100 |
| 184 | Kanada | $ â40.210 |
| 187 | Frankreich | $ â53.290 |
| 188 | Italien | $ â61.980 |
| 189 | Spanien | $ â66.740 |
| 190 | USA | $ â561.000 |
Beispiele
Ein im Euroraum stark betroffenes Land war in den letzten Jahren beispielsweise Italien. Mit einer BIP-Zunahme von nur 1,9 % im Jahr 2007 zählt es wirtschaftlich gesehen zu den âSchlusslichternâ Europas.cite-ref-12[12] Das Land, welches â auch aufgrund der Abwertung der Lira â in den 90er Jahren durch seine Exporte noch einen Weltmarktanteil von rund 5 % verzeichnen konnte, hatte in den letzten Jahren mit einer schwachen Binnennachfrage, hoher Arbeitslosigkeit sowie einem anhaltenden Handelsbilanzdefizit zu kämpfen. Als Hauptursachen wurden die starken Handelsbeziehungen mit Deutschland, Ăźberdurchschnittlich hohe Steuern, sinkende ReallĂśhne, steigende Energiekosten, veraltete Technologien durch unterdurchschnittliche Investitionen und der groĂe Reformbedarf im Steuer-, Renten- und Sozialsystem gesehen.
Als GegenmaĂnahme versprach Silvio Berlusconi nach seiner Neuwahl im April 2008, zukĂźnftig eine expansive Fiskalpolitik zu betreiben. Steuererleichterungen und erhĂśhte Staatsausgaben im Familien- und Energiesektor sollen den privaten Konsum ankurbeln.cite-ref-13[13]
Die deutsche Handelsbilanz hingegen weist schon seit Jahrzehnten ĂberschĂźsse auf. Als Exportnation weist Deutschland traditionell einen AusfuhrĂźberschuss auf. Lediglich in den Anfangsjahren der Bundesrepublik 1950 und 1951 verzeichnete die deutsche AuĂenhandelsstatistik einen EinfuhrĂźberschuss. 2014 betrug der deutsche AuĂenhandelsĂźberschuss rund 213,6 Mrd. âŹ, 2015 erzielte Deutschland einen Ăberschuss von 244,3 Mrd. ⏠und 2016 einen âRekordĂźberschussâ von 248,9 Mrd. âŹ.cite-ref-gesamtentwicklung-14-0[14]
Viele Länder, so z. B. auch die Volksrepublik China, lähmen den oben genannten Marktmechanismus, indem sie ihre Währung an eine Ankerwährung (z. B. den US-Dollar) koppeln. Dadurch sichert China seine stark positive Handelsbilanz gegenßber den USA. Bei einer negativen Handelsbilanz treten die genannten Effekte umgekehrt auf.
Leistungsbilanz Deutschlands
| Jahr | Ausfuhr ges. | Einfuhr ges. | Saldo | Terms of Trade (2005 = 100) |
|---|---|---|---|---|
| 1990 | 328,65 | 281,53 | 47,12 | 98,4 |
| 1991 | 340,42 | 329,23 | 11,20 | 98,7 |
| 1992 | 343,18 | 325,97 | 17,21 | 101,8 |
| 1993 | 323,25 | 292,41 | 30,83 | 103,4 |
| 1994 | 355,19 | 318,49 | 36,69 | 103,5 |
| 1995 | 383,23 | 339,62 | 43,61 | 104,6 |
| 1996 | 403,38 | 353,00 | 50,38 | 104,1 |
| 1997 | 454,34 | 394,79 | 59,55 | 102,0 |
| 1998 | 488,37 | 423,45 | 64,92 | 105,3 |
| 1999 | 510,01 | 444,80 | 65,21 | 105,3 |
| 2000 | 597,44 | 538,31 | 59,13 | 98,5 |
| 2001 | 638,27 | 542,77 | 95,49 | 98,9 |
| 2002 | 651,32 | 518,53 | 132,79 | 100,9 |
| 2003 | 664,45 | 534,53 | 129,92 | 103,0 |
| 2004 | 731,54 | 575,45 | 156,10 | 102,5 |
| 2005 | 786,27 | 628,09 | 158,18 | 100,0 |
| 2006 | 893,04 | 733,99 | 159,05 | 97,5 |
| 2007 | 965,24 | 769,89 | 195,35 | 98,0 |
| 2008 | 984,14 | 805,84 | 178,30 | 95,4 |
| 2009 | 803,31 | 664,61 | 138,70 | 102,0 |
| 2010 | 951,96 | 797,10 | 154,86 | 97,9 |
| 2011 | 1060,10 | 901,98 | 158,12 | 93,9 |
Abgrenzung
In der Betriebswirtschaftslehre wird zur Abgrenzung von der Steuerbilanz ebenfalls von Handelsbilanz gesprochen, wenn die rein nach handelsrechtlichen Vorgaben erstellte Bilanz gemeint ist.
Siehe auch
Literatur
⢠Ulrich BaĂeler und JĂźrgen Heinrich, Burkhard Utecht: Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft. 18. Auflage. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7910-2437-0.
⢠Olivier Blanchard und Gerhard Illing: MakroÜkonomie. 4. Auflage. Pearson Studium, Mßnchen 2006, ISBN 3-8273-7051-5.
⢠Peter Bofinger: Grundzßge der Volkswirtschaftslehre. 2. Auflage. Pearson Studium, Mßnchen 2007, ISBN 3-8273-7076-0.
⢠Dieter Brßmmerhoff: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. 8. Auflage. Oldenbourg, Mßnchen 2007, ISBN 978-3-486-58335-9.
⢠Katrin Alisch, Stephanie Rahmede: Gabler Wirtschaftslexikon. 16. Auflage. Gabler, Wiesbaden 2004, ISBN 3-409-10386-4.
⢠Fritz-Ulrich Jahrmann: AuĂenhandel. 11., erweiterte Auflage. Kiehl. Ludwigshafen 2004, ISBN 3-470-54261-9.
⢠Paul Krugman und Maurice Obstfeld: Internationale Wirtschaft. 7. Auflage. Pearson Studium, Mßnchen 2006, ISBN 978-3-8273-7199-7.
⢠Adam Reining: Lexikon der AuĂenwirtschaft. Oldenbourg, MĂźnchen 2003, ISBN 3-486-27416-3.
⢠Paul A. Samuelson und William D. Nordhaus: Volkswirtschaftslehre. Verlag Moderne Industrie, Landsberg am Lech 2005, ISBN 3-636-03033-7.
Weblinks
Wiktionary: Handelsbilanz
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Statistisches Bundesamt (Destatis): Themenbereich AuĂenhandel
⢠Statistisches Bundesamt (Destatis): Publikationen zum Thema AuĂenhandel
⢠Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaft
⢠Bundesministerium fßr Wirtschaft und Technologie
⢠Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
⢠Darstellung des AuĂenhandels (Spezialhandel) in Tabellenform
⢠Grafik: Ausgewählte Handelsbilanzen (Staaten und Regionen), aus: Zahlen und Fakten: Globalisierung, Bundeszentrale fßr politische Bildung/bpb
⢠Ăsterreichische Handelsbilanz
⢠Schweizer Handelsbilanz
⢠Auswirkungen einzelner Faktoren auf die deutsche Leistungsbilanz, Deutsche Bundesbank, Seite 19â21
Einzelnachweise
cite-note-11. â Gregor Kolck/Karen Lehmann/Simone Strohmeier, Volkswirtschaftslehre, 2001, S. 103
cite-note-22. â Hubertus Adebahr, Währungstheorie und Währungspolitik, 1990, S. 41
cite-note-infoblattau-enhandel-33. â Statistisches Bundesamt (Destatis): Infoblatt AuĂenhandel: Ursachen fĂźr Asymmetrien in den AuĂenhandelsstatistiken. Abgerufen am 28. Dezember 2017.
cite-note-44. â Statistisches Bundesamt (Destatis): Globalisierungsindikatoren: Unterschiede zwischen den Konzepten der VGR und der AuĂenhandelsstatistik. Abgerufen am 28. Dezember 2017.
cite-note-55. â 2007: 300.000 âŹ
cite-note-66. â STATISTIK AUSTRIA, Wien: Standard-Dokumentation Metainformation zu den AuĂenhandelsstatistiken. Bearbeitungsstand: 11. Dezember 2007 (Abgerufen: 16. Mai 2008, 19:00 UTC).
cite-note-77. â Dokument Aussenhandelsstatistik: Allgemeines. EidgenĂśssische Zollverwaltung, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 17. Mai 2008 (Bearbeitungsstand: 31. Juli 2006).@1@2Vorlage:Toter Link/www.ezv.admin.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-88. â Die deutsche Zahlungsbilanz fĂźr das Jahr 2018. (PDF) In: Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2019. S. 19â21; abgerufen am 29. August 2020.
cite-note-99. â Was sind Strukturreformen? Europäische Zentralbank, 18. Oktober 2017; abgerufen am 29. August 2020.
cite-note-1010. â Clement, Rainer; Terlau, Wiltrud; Kiy, Manfred (2006), Grundlagen der Angewandten MakroĂśkonomie, 4., Ăźberarbeitete Auflage, MĂźnchen: Vahlen, Seite 424, ISBN 3-8006-3337-X.
cite-note-handelsbilanzsalden-111. Central Intelligence Agency (CIA), Washington, D.C.: The World Factbook (Memento vom 14. Mai 2008 im Internet Archive). Bearbeitungsstand: 9. März 2011 (Abgerufen: 9. März 2010, 14:00 GMT+1).
cite-note-1212. â Albrecht, Birgit; Baratta, Mario; et al. (2007), Der Fischer Weltalmanach 2008, Frankfurt am Main: Fischer, Seite 634, ISBN 978-3-596-72008-8.
cite-note-1313. â Bundesagentur fĂźr AuĂenwirtschaft, KĂśln: Artikel: Steuersenkungen sollen Italiens Wirtschaft ankurbeln@1@2Vorlage:Toter Link/www.bfai.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche in Webarchiven). Bearbeitungsstand: 21. April 2008 (Abgerufen: 25. April 2008, 16:30 UTC).
cite-note-gesamtentwicklung-1414. â Statistisches Bundesamt (Destatis): Gesamtentwicklung des deutschen AuĂenhandels ab 1950. Abgerufen am 28. Dezember 2017.
cite-note-152. Deutsche Bundesbank: Zeitreihen@1@2Vorlage:Toter Link/www.bundesbank.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche in Webarchiven)